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Hohenberneck

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Dem Alten Schloss schließt sich Richtung Nordosten die Burgruine Hohenberneck an. Da die von Ulrich Walpot 1168 erbaute Walpotenburg schon seit Jahrhunderten aus der Geschichte verschwunden war, und die Besitzansprüche der Burg als vergessen galten, wurde der Burgstall an Veit von Wallenrode († 5.9.1499) verliehen.

Im Jahre 1478 bekam Veit von Wallenrode den Auftrag, auf den Burgstall eine Burg als Wiederaufbau für die im 13. Jahrhundert verfallene Walpotenburg auf dem Schlossberg zu errichten.

Am Fuße der Burg, direkt im Tal der Ölschnitz, entstand ein Handelsmarkt und es entwickelte sich demzufolge ein städtisches Gemeinwesen. Veit von Wallenrode gelang es jedoch nicht die Burg fertig zu stellen, da er am 5. September 1499 verstarb. Am 6. September 1501 wurde sie von seinen drei Töchtern an den Burg- und Markgrafen Albrecht von Wirsberg verkauft, welcher das bis jetzt nur zweistöckige Rohgebäude, […] „ohne Dach, ohne Innenausstattung und ohne Verteidigungswerke und auch ohne Wasserversorgung“[…] fertig stellte. Anschließend erfolgte ein Weiterverkauf an den Markgrafen Friedrich Ⅱ. von Brandenburg-Kulmbach und gleichzeitig eine Umbenennung von Walpotenburg in „Hohenberneck“. Die im spätgotischen Stil errichtete Burg wurde zu einer Zeit fertiggestellt, in der man nur noch wenige derartige Burgen baute, da man sich hauptsächlich auf den Sakralbau spezialisierte.

Deshalb zählt Hohenberneck zu den „letzten größeren Burgneubauten in Deutschlands“. Die Festung wurde zum Amtssitz für den „Amtmann von Hohenberneck“, Alexander von Löbnitz, anstelle der von den Hussiten zwischenzeitlich zerstörten und verfallenen Burg, dem Alten Schloss. Im Jahre 1557 änderte sich die Rolle der Burg als Amtssitz und es gliederte sich das Kastenamt ein.

Zwischen 1557 und 1736 wurde die Burg Hohenberneck belehnt. Erst danach (unterdessen wurde Berneck im 30-jährigen Krieg bis auf wenige Häuser zerstört) gelang es dem Markgrafen Karl Friedrich von Wallenrode sich die Burg wieder zu Eigen zu machen, eher er am 30. September 1739 verstarb.

Mit ihm starb auch die fränkische Linie des Adelsgeschlechts „von Wallenrode“ aus. Die Bauwerke verfielen, Hohenberneck befand sich schon in einem ruinösen Zustand und wurde schließlich als ödes und unbewohntes Schloss bezeichnet, was auch eine Radierung von A. W. Küffner aus dem Jahre 1790 zeigt.